Wasser und ICH

Ziele:
Es gibt eine Vielzahl von Projekten und Bildungsvorhaben, die sich mit dem Themenfeld Wasser beschäftigen. Jedoch in den wenigsten spielt eine Teilhabe von Kindern mit einer Beeinträchtigung eine Rolle. Das reicht von Sprachproblemen, über Lese- und Rechtschreibschwäche, ADHS bis hin zu körperlichen oder geistigen Behinderungen. Mit dem neuen Projekt gerade für junge Menschen mit Behinderung möchten wir unsere Angebote öffnen um Chancengleichheit junger Menschen mit Behinderung zu fördern. Die Angebote sollen auch dazu beitragen, den in der UN-Behindertenrechtskonvention ausgeführten Gedanken der Inklusion öffentlich bekannter zu machen, zu fördern und umzusetzen. Das Ziel des Projektes ist eine Umweltbildung mit Schwerpunkt Wasser, unter Einbeziehung von Menschen mit Beeinträchtigung. Das Wesentliche ist ein barrierefreier Zugang und eine passende Kommunikation, um das Naturerleben mit allen Sinnen zu erfahren.

Zielgruppen:
In vielen Familien gibt es Kinder mit Beeinträchtigungen. Wir finden diese Kinder überall wieder, ob als Familie, in Kitas und Schulen oder in verschiedensten Förderschulen.

  • Kitas mit und ohne Inklusion
  • Grundschulen mit und ohne gemeinsamen Unterricht
  • Förderschulen
  • benachteiligte Jugendliche 
  • benachteiligte Familien 
  • andere Bildungsträger
  • kommunale und regionale Angebote der Behindertenhilfe

Aktivitäten:
Das Projekt verbindet Wissen und Handeln und baut Brücken zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen. Dabei werden folgende Schwerpunkte gesetzt:

  • Bestehende Angebote nutzen und für beeinträchtigte Kinder so umzugestalten,  dass jedes Kind entsprechend seiner Fähigkeit Erfahrungen erleben, sammeln und lernen kann.
  • Neue Angebote schaffen, unter Einbeziehung von Menschen mit Beeinträchtigung und Menschen, die auf Erfahrung zurückgreifen können. 
  • Etablieren einer oder mehrerer Naturjugendgruppen als gemeinsame Gruppe von beeinträchtigten und nicht beeinträchtigten Kindern oder Jugendlichen.
  • Eltern-Kind-Aktionen wie vorher beschrieben.

Dies geschieht im und am Lernort Arche Noah, wie auch an Schulen. Die Aufgaben sollen immer montags bis freitags in Lerneinheiten von zwei Zeitstunden stattfinden. Der Nachmittagsbereich soll dem Ganztagsschulen und Jugendgruppen gewidmet sein. An den Samstagen liegt der Schwerpunkt in der Familie. In den Ferien werden Ferienprogramme auch als gemeinsame Veranstaltungen angeboten.

Aus der Vielzahl der vorhandenen Einheiten werden die Themenfelder angeboten:

  • Artenvielfalt:  z.B. Tiere unter dem Mikroskop; Bestimmungsübungen;
  • Wasser als Naturelement in all seinen Qualitäten und Eigenschaften erfahrbar machen (experimentell, spiel- und umweltpädagogisch, emotional)
  • Erforschen des Ökosystems Gewässer, innere Verbundenheit und Respekt schaffen zum Lebensraum Wasser, Notwendigkeit des Gewässerschutzes erkennen
  • die Bedeutung der Wasserkreisläufe und -läufe im Naturhaushalt herausarbeiten
  • Wasserverbrauch und Wasserqualität: z.B. Wasserlabor; Experiment; Wasserspartipps erstellen; Wasserverbrauch ermitteln...
  • die Lebensnotwendigkeit von Wasser erkennbar machen
  • einen persönlichen Bezug zum Trink- und Nutzwasser herstellen
  • historische Nutzung der Flüsse: historische Karten; alte Postkarten geben vielfältige Anregungen für soziale Interaktionen; von der Abwasserkloake zum heutigen Erscheinungsbild....
  • Freizeitverhalten und Erholung heute: z.B. Wasserpoesie und Geschichten;
  • „der Fluss und ich“ – Auseinandersetzung mit dem Wasser in der eigenen Umgebung; Kartierung der barrierefreien Zugänge zum Fluss ...
  • das Gewässer erleben als Ort des heimischen Umfelds mit hohem Anziehungswert
  • das Wassererlebnis nutzen zur Förderung der motorischen / intellektuellen Entwicklung
  • Symbolkraft des Wassers nutzen für wasserbezogene kreative Aktivitäten
  • Lebensraum für Tiere und Pflanzen durch die erfolgte Renaturierung
  • Hochwasser: z.B. Wettermaschine; Erforschung der Auswirkung des Klimawandels auf die Anzahl und Stärke der Hochwasserereignisse anhand von Karten.